MassageFrauDie Krankengymnastik / Physiotherapie orientiert sich bei der Behandlung an den Beschwerden und den Funktions- bzw. Aktivitätseinschränkungen des Patienten. Der Therapeut macht einen Eingangsbefund und erstellt einen Therapieplan, der auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele des Patienten abgestimmt ist. Die Krankengymnastik beinhaltet einerseits manuelle Fertigkeiten des Therapeuten und andererseits Muskelaufbautraining zur Vermeidung von muskulären Dysbalancen. Ergänzt wird die Krankengymnastik durch natürliche physikalische Reize, wie Wärmetherapie ( Natur- moor, Fango, Heiße Rolle, Heißluft), Kryotherapie (Eisbehandlung) und Elektrotherapie.

A 120Die Manuelle Therapie wird in der Medizin zur Behandlung von Funktionseinschränkungen des Bewegungsapparats eingesetzt. Sie beschränkt sich auf die Behandlung von Muskeln, Gelenken und Nerven. Die Manuelle Therapie stellt jedoch nicht nur eine besondere Therapieform dar, sondern dient auch der Diagnostik. Wenn die Ursache für die Beschwerden ausfindig gemacht werden konnten, wird die Therapie in Form von Mobilisationen durchgeführt. Durch die verschiedenen Mobilisationstechniken, sowie Muskelaufbautraining, um die neu gewonnene Bewegungserweiterung zu stabilisieren, werden Bewegunseinschränkungen behoben und Schmerzen gelindert. Grundsätzlich kann die Manuelle Therapie bei allen reversiblen Funktionseinschränkugen am Bewegungsapparat angewendet werden, wie z.B. Rücken- und Bandscheibenbeschwerden / Nacken- und Halswirbelsäulenbeschwerden / Arthrosen (Hüft-, Knie-, Wirbelsäulenarthrosen / Schwindel, Kopfschmerzen, Kiefergelenksprobleme / Nervenirritationen (Krbbeln / Taubheit) in Arm oder Bein / Tennisellenbogen, Golferellenbogen, Mausarm / Karpaltunnelsyndrom / Nach Operationen um wieder das volle Bewgungsausmaß und Kraft der eingeschränkten Gelenke und Weichtele wieder zu erlangen / Sehen- und Bänderverletzungen nach einem Trauma.

Die McKenzie Methode MDT (= Mechanische Diagnose und Therapie) ist eine der am besten wissenschaftlich untersuchten Methoden, um Wirbelsäulenbeschwerden zu diagnostizieren und zu therapieren. Aufklärung wann und wesshalb Schmerzen entstehen, sowie die Eigenverantwortung des Patienten stehen an erster Stelle.

Schmerzhafte Bewegungseinschränkungen im Gesichts-, Kopf-, Nacken- und Schulterbereich können durch Fehlfunktionen der Kaumuskulatur oder der Kiefergelenke ausgelöst werden. Auch häufig auf- tretende Kopfschmerzen, Schwindel, Probleme bei der Mundöffnung oder beim Kauen, Knackgeräusche im Kiefergelenk können eine Funktionsstörung des Kauapparates als Ursache haben. Die diversen Beschwerden im Kausystem, dem Craniomandibulärsystem, werden unter dem Begriff Craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD, zusammengefasst. Ziel der Kiefergelenkstherapie ist das Finden von Dysfunktionen von Gelenken, Muskeln und Nerven im Kopf-, Gesichts-, und Nackenbereich und das Behandeln dieser mittels manualtherapeutischer Griffe um Bewegungsausmaß und Muskeltonus wieder zu normalisieren.

Die Triggerpunktbehandlung hat als Ziel die Beseitigung sogenannter myofaszialer Triggerpunkte. Hierbei handelt es sich um lokal begrenzte Verhärtungen in der Muskulatur, die lokal druckempfindlich sind und von denen übertragene Schmerzen ausgehen können.
Die therapeutischen Möglichkeiten richten sich neben der Prophylaxe dauerhaft verkürzter oder angespannter Muskeln, z.B. durch schlechte Sitzhaltung, Schonhaltungen nach Operationen, zähneknirschen, etc., gezielt auf die Deaktivierung der permanent kontrahierten Muskelfasern.

Als Teilgebiet der Physiotherapie konzentriert sich die Sportphysiotherapie auf die spezifischen Problematiken von Sportverletzungen. Sie wird z.B. im Rehabilitationsbereich nach Verletzungen ein- gesetzt oder auch in der Aufbau- und Trainingsphase, um eine sportartspezifische Leistungsverbesserung zu erzielen.

Die Manuelle Lymphdrainage dient vor allem als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, wie Rumpf und Extremitäten (Arme und Beine), welche nach Verletzungen (Verrenkungen, Zerrungen, Verstauchungen, Muskelfaserrisse etc.) oder Operationen entstehen können.
Durch unterschiedliche Massage- und Grifftechniken wird das Lymphsystem aktiviert, wobei vor allem Pumpleistung der Lymphgefäße verbessert wird. Auch die aktive Verschiebung von Flüssigkeit in der Haut / Unterhaut ist möglich.
Teilweise können dadurch Schmerzmittelgaben verringert werden und der Heilungsprozess verläuft schneller.

Anwendungsgebiete des Bobath-Konzepts sind alle Krankheitsbilder mit zentral bedingten Lähmungen, die oft mit Spastik einhergehen. Die häufigste Indikation ist der Schlaganfall mit Halbseiten- lähmung (Hemiparese). Weitere Anwendungsgebiete sind z.B. Zustände nach Hirnblutungen, neurochirurgischen Eingriffen, Multiple Sklerose,..etc.

Wärme in der Therapie wird u.a. angewandt, um eine vermehrte Durchblutung eines oder mehrerer Körperabschnitte zu erzielen, den Muskeltonus zu senken, Schlackenstoffe (Abfallprodukte des Organismus) abzutransportieren oder eine allgemeine Entspannung zu bewirken.

Die Eisbehandlung hat unterschiedliche Wirkungen: Schmerzlinderung, Entzündungshemmung, Abbau von Schwellungen (z.B. nach Operationen), Durchblutungsförderung

Diese Therapieform nutzt die Wirkung elektrischer Ströme auf den Organismus. Die Auswahl der Stromform, Frequenz und Stromstärke führt zu einer Durchblutungssteigerung, Schmerzlinderung, Wundheilung, Ödemresorption, Muskelkräftigung oder Entspannung.

Sollten sie aus gesundheitlichen oder Altersgründen nicht zu uns in die Praxis kommen können, so kommen wir gerne im Rahmen eines Hausbesuches zu ihnen nach Hause.